Familienausflug, neue Gebiete und eine Überraschung

Gerade bin ich viel unterwegs und in meinem Kopf stapeln sich neue Eindrücke. Ich komme nicht dazu, alles aufzuschreiben…aber ich genieße es alles sehr.

Ein wunderschönes Erlebnis liegt hinter mir. Mit Ellen, Mitarbeiterin bei PRIORI in Basel, durfte ich am Montag die Familie von einem unserer Fahrer, Pascal, besuchen. Er ist etwa 60 Jahre alt und kommt aus dem Hochland südlich von Tana, aus einem ganz kleinen Dorf, etwa eine Stunde querfeldein ab der Hauptstraße. Man biegt irgendwo von der asphaltierten Straße in einen Mini-Feldweg ab und fährt immer weiter…Ohne Geländewagen nicht erreichbar – außer zu Fuß. Pascal kommt nur noch selten dorthin und er hatte schon lange die Idee, dass er Gästen das Leben seiner Familie zeigen möchte. Und nun war es soweit. Wir waren die ersten Vahaza, Fremden, die jemals dort hinkamen und Pascal war ganz stolz und glücklich und hat den ganzen Tag gestrahlt. Die Familie lebt vom Reisanbau, ohne Strom und fließend Wasser, ohne Glasfenster und ohne Toilette. Jeder hat genau zwei Outfits, eines für den Alltag und eines für Sonntags. Ellen hat Portraits von jedem der Familienmitglieder gemacht, sie wird sie entwickeln und ihnen dann als Geschenk geben. Das Fotoshooting war ein Riesenspaß und alle waren super stolz und aufgeregt. Für mich war es ein sehr bewegendes und rührendes Erlebnis, das mich mal wieder zum nachdenken anregt hat über mögliche Lebensweisen, und was man eigentlich braucht im Leben, um glücklich zu sein.

Fotos schauen mit Pascals Familie

 

Pascals Schwester. Eine strahlende Frau.

 

Morgen fahren wir wieder los, diesmal in einen Ort, wo wir vielleicht Gäste von Priori hinbringen möchten, zwei Tage dort mit Übernachtung als Angebot für Interessierte. Ein Mann von dort hat uns angesprochen, es sei sein Ort, wunderschön, nur zu Fuß nach 30 Minuten Fußmarsch erreichbar. Auch dort war noch nie ein Fremder. Wir sollen nun auskundschaften, ob es möglich ist dort Gäste hinzubringen und ein Projekt aufzusetzen mit den Bewohnern, sensibel, so dass es Nutzen bringt für alle Beteiligten. Ich glaube, es wird nicht ganz einfach…aber ich bin sehr gespannt. Da es bisher natürlich keinerlei Infrastruktur gibt müssen wir am Wochenende alles mittragen für uns Westler…Essen, Trinken, Zelt.

Und gestern habe ich eine wahnsinnig schöne Überraschung bekommen – ich fliege nächste Woche mit Ellen an die Nordspitze von Madagaskar, nach Fort Dauphin. Von dort arbeiten wir uns in 6 Tagen mit dem Auto zurück bis Tana. Das ist der Hammer. So kann ich nochmal reisen, und zwar im totalen Luxus mit Auto und Fahrer. Ich sehe nochmal das Meer, und einen ganz anderen Teil von Madagaskar. Das ist ein Traum und damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet! Ich freue mich unglaublich!

 

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