Salut Vahaza!

Vahaza heißt wohlhabender Fremder. Ganz früher wurden madagassische Großgrundbesitzer als Vahaza bezeichnet, seit der Kolonialzeit die Franzosen, und heute alle Westler. Auf unserer Reise durch das Land haben uns ganz oft Kinder mit „Salut Vahaza“ gegrüßt. Auf unserer Wanderung im Andringitra Nationalpark hat man schon immer von irgendwoher diesen Gruß gehört, bevor man überhaupt entdeckt hat, wo die Kinder sind. Es ist nett gemeint. Aber wir fanden es doch immer sehr seltsam. Ein Franzose hat uns von seiner Taktik erzählt, einfach mit „Salama Malgache“ zu antworten, um die Seltsamkeit herauszustellen. Erik hat einem Guide einmal geantwortet, dass sein Name Erik sei und nicht Vahaza. Man möchte ja auf Augenhöhe sein. Und dieser Gruß macht das eigentlich sofort zunichte. Es hebt einen auf eine andere Ebene, auf der man ja immer automatisch ist, aber die man nicht immer hervorgehoben haben möchte als Reisender. Ist das legitim? Oder ist das nur für unser gutes Gewissen?

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